Feuerwerk, Anzeige oder Genehmigung des Abbrennens

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

es ist schön, wenn  es Anlässe zum Feiern gibt. Doch auch wenn wir selbst ein Fest begehen, müssen wir die Belange anderer berücksichtigen.

Angrenzende Bewohner werden oft durch erheblichen Lärm und vor allem durch die weit verbreitete Sitte, Feuerwerke von größerer Intensität abzubrennen, beeinträchtigt.
Dabei sollten wir auf unsere Mitmenschen und Tiere Rücksicht nehmen. Die Nachtruhe oder das Erholungsbedürfnis werden durch laute Feuerwerke erheblich eingeschränkt. Haustiere werden und wild lebende Tiere werden verängstigt bzw. gestört.
Das Gefahrenpotential von Feuerwerken, insbesondere die Brandgefahr und die Gefahr der Beschädigung und Verschmutzung fremden Eigentums sei außerdem hierbei angeführt.

Sollte ein Fest nicht ohne Feuerwerk stattfinden können, ist einiges zu beachten:
Abhängig von der Kategorie des Feuerwerks und der Fachkunde des durchführenden Personenkreises ist jedes Abbrennen von Feuerwerk anzeige- bzw. genehmigungspflichtig. Einzige Ausnahme hiervon ist das Abbrennen von Feuerwerk der Kategorie 2 (Silvesterfeuerwerk) zum Jahreswechsel (31. Dezember bis 01. Januar).
Gemäß § 24 Abs. 1 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz (1.SprengV) kann die Gemeinde, abhängig von der Geeignetheit des Abbrennortes, im Allgemeinen und im Einzelfall für das Abbrennen von Feuerwerken nach Kategorie II Ausnahmegenehmigungen aus begründetem Anlass erteilen. Für Personen, die nicht Inhaber einer sprengstoffrechtlichen Erlaubnis oder Befähigungsscheines sind, ist hierzu eine Anzeige im Rathaus der Gemeinde Machern  (Ordnungsamt) gemäß § 23 Abs. 2 der 1.SprengV mindestens zwei Wochen vor dem geplanten Abbrenntermin  zu erstatten und die erforderliche Genehmigung einzuholen.
Die Genehmigungen für Kategorie III und Kategorie IV liegen in der Zuständigkeit des Landratsamtes Borna.
Das Feuerwerk darf erst dann abgebrannt werden, wenn eine Ausnahmebewilligung oder Genehmigung vorliegt. Dabei sind die Anforderungen des Sprengstoffgesetzes (SprengG) zu beachten.
Weiterhin ist die Zustimmung des Eigentümers einzuholen, auf dessen Grundstück das Feuerwerk abgebrannt werden soll, wenn dieser nicht mit dem Antragsteller identisch ist.
Der Macherner Gemeinderat hat sich dahingehend positioniert, dass für das Schloss Machern mit angrenzendem Park nur noch “Barockfeuerwerke“ erlaubt werden sollen, bei denen auf Steig- und Knalleffekte zu verzichten ist.
Nach § 23 Abs. 1 der 1.SprengV ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern verboten. Dies gilt auch für das Silvesterfeuerwerk! In der Nähe von Gebäuden oder Anlagen, die besonders leicht in Brand geraten können, dürfen Feuerwerkskörper nicht gezündet werden.
Die Gemeinde weist darauf hin, dass Verstöße gegen diese Bestimmungen als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld bis zu 50.000 € geahndet werden können. Zuwiderhandlung im oben genannten Sinne wird das Ordnungsamt der Gemeinde Machern verfolgen.
Wir appellieren an alle, Rücksicht zu nehmen, um  Ärger und Verdruss im Zusammenleben in unserer Gemeinde zu vermeiden.

Doreen Lieder
Bürgermeisterin