KREATIVES WOHNEN UND ARBEITEN AUF DEM LAND LEADER-Region Leipziger Muldenland ist Partner in Forschungsvorhaben

Erstellt am 30.07.2020

Zu einem Auftaktworkshop für das Projekt „WAL – Kreatives Wohnen und Arbeiten auf dem Land“ hatte am 09. Und 10.07.2020 das Leipziger Institut für Kommunikation gGmbH (LEIIK) nach Bad Muskau eingeladen. Die LEADER-Region Leipziger Muldenland ist dabei Partner des bis Ende 2021 laufenden Forschungsprojektes. Es führt die bisherigen Untersuchungen zum Thema der niedrigschwelligen Instandsetzung von großflächigen Brachen in Sachsen
fort und betrachtet nunmehr stärker den ländlichen Raum.

Ziel ist jeweils ein regionales, belastbares und umsetzungsfähiges Praxiskonzept für die Aktivierung von Wohn- und Arbeitsräumen für Kreativwirtschaft und Manufaktur, welches die ausgewählten Akteure mit gezielter fachlicher Begleitung selbstständig aufstellen. Den Projektpartnern stehen dabei Fachberater aus den Bereichen Baudetails, Bauphysik, Brandschutz, Baurecht, sowie Finanzierung und Fördermittel zur Verfügung, die konkrete Problemstellungen z.B. bei Workshops vor Ort oder in einem Online-Fragenforum gemeinsam mit den Akteuren diskutieren. Mit der Begleitung sollen in enger gemeinsamer Zusammenarbeit praktische Verbesserungen beim Planen, Bauen und Bewirtschaften für das jeweilige Projekt erreicht, in Workshops diskutiert und abschließend über die Publikation allen Interessenten zugänglich gemacht werden.

Die LEADER-Region Leipziger Muldenland wurde gleich mit einem Verbund an Objekten ins Projekt aufgenommen. So sind neben dem Kornhaus in der Gemeinde Thallwitz als Hauptbetrachtungsobjekt auch die Stadt Colditz mit der Alten Brauerei sowie die Alte Kaffeerösterei in Grimma als Beisitzer vertreten. 

„Das Projekt knüpft eng an die Zusammenarbeit mit der Professur für Gebäudelehre und Entwerfen bei der TU Dresden an, mit der wir bereits seit 2019 kooperieren.“, freut sich Bernd
Laqua, Vorsitzender des LAG Leipziger Muldenland e.V. „Neben einer Ausstellung zu Coworking in Röcknitz und Wurzen sowie zu Co-Living in Thallwitz aus dem letzten Jahr sind dieses Jahr Nutzungskonzepte für fünf weitere Objekte durch Studierende der TU Dresden in Arbeit.“, so Bernd Laqua weiter.

„Damit entstehen wichtige Grundlagen für neue, zukunftsfähige Nutzungskonzepte in der LEADER-Region, die wir in das Forschungsprojekt einbringen.“, ergänzt Thomas Pöge, stellvertretender Vorsitzender des LAG Leipziger Muldenland e.V.

Die konkrete Arbeitsphase beginnt bereits Anfang August bei einem Experten-Workshop inder LEADER-Region.