Mit dem Fahrrad von Machern zur Saisoneröffnung zum Tauchaer Aussichtsturm

 Es ist Gründonnerstag und die Osterfeiertage stehen bevor. Der Wetterbericht kann nur für den Freitag Sonnenschein bieten, so dass wir uns entschließen, einmal den Aussichtsturm in Taucha zu besuchen. Nach dem Mittagessen radeln wir leicht abwärts von der Machener Höhe über Gerichshain nach Cunnersdorf in die Parthenaue. Am Wachtelbach entlang an der historischen Panitzscher Wassermühle vorbei – nur die Umrisse des Mühlteiches lassen sich erahnen – zum Abzweig nach Sehlis. Am Ortseingang empfängt uns der Summstein – Sehlis klingt und eine kleine Tafel,  die auf die Tauchaer Endmoräne mit seinen sieben saaleeiszeitlichen Höhenkuppen hinweist. Ein Panorama, was zum Entdecken einlädt. Dewitz und der Sattelhof sind schnell erreicht, so dass das Ziel nicht mehr weit sein kann. Nach einem kleinen Stück an der Parthe entlang sehen wir den  Aussichtsberg, wo nach dem Erreichen vom Turm schon Kinderlachen zu hören ist. Die Sonne blinzelt durch das Baumdickicht und lässt die Krokusse am Fuße des Turms erblühen. Nach 99 Stufen stehen wir auch auf der Aussichtsplattform und genießen die Weitsicht. Über die Empore kann man noch besser in die Ferne schauen und wir suchen bekannte Ziele. Neben den Landmarken wie die Bergkirchen von Panitzsch und Beucha finden wir auch das Leuchtfeuer auf dem Sorgenberg an den Lübschützer Teichen. Der gutgepflegte Turm mit seinen neuen Informationstafeln und den Aquarellen vom historischen Taucha im Treppenturm haben uns gut gefallen. Über die Rückfahrt informiert uns eine kleine Tafel an der Plösitzer Parthenbrücke über den  Höhenweg Lübschützer Teiche. Diese Route nehmen wir auf und folgen in Dewitz der Püchauer Straße. Auf der Höhe der ehemaligen Grenze zwischen Preußen und Sachsen blässt uns ein kalter Wind entgegen. Vorbei an Pehritzsch und Plagwitz erreichen wir am späten Nachmittag die Bieberburg am Irissee an den Lübschützer Teichen. Die Kirchturmuhr schlägt 18 Uhr, wo wir Machern erreichen.

                                                                                           Mathias Bräuer, Machern